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Theropoda
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Die Theropoda (eingedeutscht Theropoden; von altgriechisch ÎžÎźÏ thÄr âwildes Tierâ und ÏÎżÏÏ poĂșs [Gen. ÏοΎÏÏ] âFuĂâcite-ref-2[2]cite-ref-3[3]) sind eine systematische Gruppe (Taxon), die traditionell den Echsenbeckensauriern (Saurischia) zugeordnet wird.
Kladistisch gesehen umfassen die Theropoda auch die Vögel, die im Jura nachweislich aus nicht flugfĂ€higen Theropoden hervorgingen. Demnach ĂŒberlebten die Theropoda und somit die Dinosaurier nicht nur das Massenaussterben am Ende der Kreidezeit, sondern stellen auch, durch ĂŒber 10.000 lebende Spezies moderner Vögel vertreten, gegenwĂ€rtig ĂŒber ein Drittel aller rezenten Landwirbeltierarten. Der nachfolgende Artikel beschrĂ€nkt sich jedoch weitgehend auf fossile Vertreter des Mesozoikums, die nicht den Vögeln angehörten (Nicht-Vogel-Theropoden im Sinne des englischen Neologismus non-avian theropods).
Die fossilen Vertreter bewegten sich zweibeinig fort und waren zum gröĂten Teil Fleischfresser. Umgekehrt gehörten nahezu alle fleischfressenden Dinosaurier dieser Gruppe an, darunter die nach heutiger Kenntnis gröĂten landbewohnenden Fleischfresser aller Zeiten mit LĂ€ngen von bis zu 18 Metern (Spinosaurus). Viele Theropoda waren jedoch relativ klein und maĂen oft nur 2 bis 6 Meter.
Im Zuge der Popularisierung der Dinosaurier seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Lebendrekonstruktionen gut bekannter Theropodengattungen wie Megalosaurus, Tyrannosaurus, Allosaurus, Deinonychus und Velociraptor, die das öffentliche Bild der Theropoda seither prÀgen.
Contents
âą Merkmale
âą Allgemeines
⹠SchÀdel
âą ZĂ€hne
âą Rumpfskelett
âą GliedmaĂen
⹠PalÀobiologie
âą Sozialverhalten
âą Fortbewegung
âą GehirngröĂe
⹠ErnÀhrung
âą Systematik
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Merkmale
Allgemeines
Die Theropoda haben in ihrem allgemeinen Körperbau den ursprĂŒnglichen Körperbau der Dinosaurier und ihrer Vorfahren in vielen Aspekten beibehalten. Verglichen mit anderen Dinosauriergruppen wie den Sauropodomorpha oder den Ornithischia zeigten sie nur wenige Spezialisierungen. Theropoden waren durchgehend biped, ihre Fortbewegung fand also ausschlieĂlich mit den Hinterbeinen statt, die darum bei allen Theropoden lĂ€nger als die VordergliedmaĂen waren. Die Vorderbeine waren zur Fortbewegung unbrauchbar, was der ursprĂŒnglichen Körperhaltung der Dinosaurier entspricht.
Bei den Theropoda herrschte hinsichtlich der KörpergröĂe die gröĂte DiversitĂ€t innerhalb der Dinosaurier. Viele waren verhĂ€ltnismĂ€Ăig klein, manche Vertreter wie Microraptor und Parvicursor maĂen weniger als einen Meter und wogen nur wenige Kilogramm. Die gröĂten Theropoden hingegen konnten LĂ€ngen von bis zu 18 Metern erreichen, dazu zĂ€hlen Tyrannosaurus, Carcharodontosaurus, Giganotosaurus und Spinosaurus. GröĂenangaben sind aber oft hypothetisch, da von vielen ihrer Vertreter nur sehr unvollstĂ€ndige Skelette gefunden wurden. GewichtsschĂ€tzungen sind bei ausgestorbenen Tieren allgemein schwierig; das Gewicht der gröĂten Theropoden wird auf 5 bis 8 Tonnen geschĂ€tzt.
SchÀdel
Die Theropoda hatten meist einen verhĂ€ltnismĂ€Ăig groĂen SchĂ€del. Der Bau des SchĂ€dels ist verglichen mit anderen Dinosauriern eher unspezialisiert und zeigt wenig VerĂ€nderungen gegenĂŒber dem urtĂŒmlichen SchĂ€del der Archosauria (âtriapsider SchĂ€delâ). Wie bei allen Archosauria ist neben den fĂŒr die Diapsiden typischen zwei SchĂ€delfenstern hinter der Augenhöhle eine zusĂ€tzliche SchĂ€delöffnung vor der Augenhöhle (PrĂ€orbitalfenster oder Antorbitalfenster) vorhanden, wodurch sich ein leichter, spangenartiger SchĂ€delbau ergibt. Eine evolutive Neuerung (Synapomorphie) der Theropoda ist das bis auf die SchĂ€deloberseite reichende TrĂ€nenbein (Os lacrimale) sowie eine zusĂ€tzliche antorbitale Ăffnung, das Maxillarfenster. Die Augen der Theropoden waren vergleichsweise groĂ, insbesondere bei den Coelurosauria, und zum Teil nach vorn orientiert â wie bei vielen Fleischfressern. Das so verbesserte rĂ€umliche Sehen ermöglichte eine prĂ€zisere AbschĂ€tzung der Entfernung zur möglichen Beute. Auch die MittelohrÂhöhle war oft stark vergröĂert. Daraus lĂ€sst sich schlieĂen, dass die Theropoda einen vergleichsweise guten Gesichts- und Gehörsinn besaĂen. Eine weitere Synapomorphie der Theropoda ist der Bau des Gelenkknorrens am Hinterhauptsbein (Condylus occipitalis), der zusammen mit dem Atlas das obere Kopfgelenk bildet. Dieser ist groĂ und rund und sorgt so fĂŒr eine erhöhte MobilitĂ€t des Kopfes â vermutlich in Kombination mit einer krĂ€ftigen Nackenmuskulatur. Der TheropodenschĂ€del zeigt auĂerdem eine gewisse Beweglichkeit der einzelnen Elemente zueinander (SchĂ€delkinese), die das Verschlingen gröĂerer BeutestĂŒcke erleichterte, da die Theropoden ihre Nahrung nicht durch Kauen zerkleinern konnten.
Einige Vertreter der Theropoda wiesen an der Oberseite des Kopfes SchĂ€delkĂ€mme oder hornartige AuswĂŒchse auf. Diese AuswĂŒchse unterschieden sich deutlich in ihrem Bau voneinander, manchmal waren sie sehr fragil â wie die KĂ€mme von Dilophosaurus und Oviraptor â manchmal sehr robust gebaut â wie die Hörner von Ceratosaurus und Carnotaurus. Diese SchĂ€delstrukturen spielten vermutlich eine Rolle bei der Interaktion mit Artgenossen.
ZĂ€hne
Die ZĂ€hne der Theropoden waren seitlich abgeflacht und leicht rĂŒckwĂ€rts gekrĂŒmmt. Sie waren zudem an der Vorderkante mit einer Serration versehen â das heiĂt, mit kleinen Zacken, die etwa im rechten Winkel zur Schneidekante standen â und darum sehr scharf. Die Form der Serration entlang der Schneidekante unterschied sich bei einzelnen Gruppen. So hatten viele kleinere Vertreter kleine, spitze Zacken, die fĂŒr reiĂende TĂ€tigkeiten geeignet waren, wĂ€hrend etwa bei den Tyrannosauridae die ZĂ€hnelung rundlicher und stumpfer war. Der Bau der ZĂ€hne ist jedoch urtĂŒmlich, das gleiche Muster findet sich beispielsweise auch bei Vertretern der Crurotarsi, basalen Krokodilvorfahren. Auch die ZĂ€hne der nahe verwandten Prosauropoden zeigen eine Serration der ZĂ€hne, doch stehen die Kerben zu den Schneidekanten in einem Winkel von etwa 45° nach oben oder verlaufen in verschiedene Richtungen.
Aus dem Bau der ZĂ€hne ist ersichtlich, dass die meisten Theropoden Fleischfresser waren. Sie setzten ihre ZĂ€hne zum Packen der Beute, zum Töten und auch zum ZerreiĂen der FleischstĂŒcke ein; die stumpferen ZĂ€hne mancher Vertreter könnten auch zum Zermalmen von Knochen gedient haben. Die pflanzenfressenden Therizinosauria hingegen hatten kleine, spatelförmige ZĂ€hne.
Mehrmals in der Entwicklungsgeschichte der Theropoda ist es zum Verlust der ZĂ€hne gekommen. Das betrifft zum einen die Ornithomimosauria (deren ursprĂŒnglichste Vertreter allerdings noch die vordersten ZĂ€hne des Unterkiefers aufwiesen), und zum anderen die Oviraptorosauria. Was genau diese zahnlosen Theropoden fraĂen, ist umstritten; siehe dazu den Abschnitt ErnĂ€hrung. Auch die modernen Vögel sind â im Gegensatz zu vielen ihrer mesozoischen Vorfahren â zahnlos.
Rumpfskelett
Die HintergliedmaĂen waren, wie bei allen Dinosauriern, senkrecht unter dem Körper angebracht, der Körper war direkt ĂŒber dem Becken ausbalanciert. Die WirbelsĂ€ule wurde nahezu waagrecht gehalten; um dennoch eine gute Sicht nach vorne zu ermöglichen, war der Hals vogelartig S-förmig gebogen â Ă€ltere Rekonstruktion stellen die Theropoda mit abwĂ€rts geneigter WirbelsĂ€ule und am Boden schleifendem Schwanz dar, das dĂŒrfte nach jĂŒngeren Erkenntnissen falsch sein. Eine Synapomorphie (ein gemeinsam abgeleitetes Merkmal) der Theropoden war, dass fĂŒnf oder mehr Sakralwirbel vorhanden waren. Der Schwanz war meist lang und wies eine hohe Anzahl von Schwanzwirbeln auf. Bei den Tetanurae (âSteifschwĂ€nzenâ), der artenreicheren der beiden Untergruppen der Theropoden, war der Schwanz versteift und wurde mehr oder weniger waagerecht ĂŒber den Boden gehalten.
Diese Versteifung wurde einerseits dadurch erreicht, dass die Schwanzwirbel durch lange, nach vorne und hinten reichende KnochenstĂ€be (Zygapophysen) und andererseits durch Chevron-Knochen (V-förmige FortsĂ€tze an der Unterseite der Schwanzwirbel) verbunden waren. Bei den modernen Vögeln sind die letzten Schwanzwirbel zum Pygostyl verwachsen, eine Ă€hnliche Struktur findet sich auch bei manchen Nicht-Vogel-Theropoden wie Nomingia und Beipiaosaurus. Dabei dĂŒrfte es sich allerdings um konvergente Entwicklungen handeln.
Das Skelett der Theropoda ist dadurch charakterisiert, dass die langen GliedmaĂenknochen dĂŒnnwandig und hohl sind, auch die Wirbel sind ausgehöhlt. Bereits bei basalen Vertretern wie Majungasaurus waren die Wirbel pneumatisiert, das heiĂt teils gefĂŒllt mit AusstĂŒlpungen (Divertikeln) eines Luftsacksystems. Auch bei Mirischia wurden vergleichbare Funde gemacht. Das ist ein Anzeichen, dass zumindest die Theropoda (möglicherweise aber auch andere Dinosaurier) ein den Vögeln Ă€hnliches Atmungssystem besaĂen, mit permanentem, unidirektionalem Luftstrom in jenem Teil der Lunge, in dem der Hauptteil des Gasaustausches erfolgte (âDurchströmungslungeâ).
GliedmaĂen
Der Schulterbereich der Theropoden war charakterisiert durch ein riemenartiges Schulterblatt. ZusĂ€tzlich war meist ein bumerangförmiges Gabelbein (Furcula) â das einst als reines Vogelmerkmal gesehen wurde â vorhanden. Ein Gabelbein ist schon bei basalen Vertretern wie den Coelophysoidea bekannt.
Im Bau des Beckens ragte wie bei allen Echsenbeckensauriern (Saurischia) das Schambein (Os pubis) ursprĂŒnglich nach vorne. Im Lauf der Entwicklung der Theropoda ist es zu einer Rotation gekommen, bei den Deinonychosauria weist es nach unten und bei den Vögeln schlieĂlich nach hinten. Damit Ă€hnelt das Becken der heutigen Vögel verwirrenderweise dem der Vogelbeckensaurier, der zweiten Untergruppe der Dinosaurier. Trotzdem haben sich Vögel aus den Echsenbecken- und nicht aus den Vogelbeckensauriern entwickelt, die Ăhnlichkeit ist nur oberflĂ€chlich.
Synapomorphien der Theropoda im Bau der VordergliedmaĂen waren zum einen die vergröĂerte Hand, die bis zu 50 % der LĂ€nge des gesamten Arms ausmacht, und zum anderen eine Tendenz zur RĂŒckbildung des vierten und fĂŒnften Fingers bis zu ihrem völligen Fehlen. Die Hand bestand also typischerweise aus den Strahlen (Finger, Digiti) I, II und III (vom Daumen her gezĂ€hlt), wobei der erste Strahl teilbeweglich, also halb-opponierbar war. Bei den Tyrannosauridae war auch der dritte Finger rĂŒckgebildet und Alvarezsauridae wie Mononykus (âeine Klaueâ) besaĂen nur noch einen gut entwickelten Fingerstrahl. Die verbleibenden Finger waren stark verlĂ€ngert und dank groĂer Vertiefungen an der Oberseite des vorderen Endes der Mittelhandknochen Ă€uĂerst beweglich. Viele Theropoda, oftmals die kleineren Vertreter, waren durch lange Arme mit groĂen HĂ€nden und schlanken Fingern gekennzeichnet. Bei diesen Tieren spielte die Greiffunktion der Hand â unter anderem zum Beutefang â eine groĂe Rolle. (Bei den Vögeln sind die Arme in Anpassung an das Fliegen besonders stark abgewandelt, so haben sie einen Carpometacarpus aus verschmolzenen Handwurzel- und Mittelhandknochen.)
Im Gegensatz dazu zeigten einige groĂe Theropoden wie die Abelisauroidea und die Tyrannosauridae stark verkleinerte VordergliedmaĂen. Bei diesen Tieren waren die Arme so kurz, dass sie nicht einmal den Mund erreichen konnten â sie haben bei der Jagd sicher keine Bedeutung gehabt. Die Frage nach der Funktion dieser verkleinerten Arme ist nicht restlos geklĂ€rt. Nach einer Theorie ist dieses Merkmal biomechanisch bedingt: So mussten, um die Balance aufgrund des stark vergröĂerten und damit schwerer gewordenen Kopfes aufrechtzuerhalten, die Arme verkleinert werden. AuffĂ€llig ist, dass diese kurzen Arme sehr krĂ€ftig und muskulös waren. Möglicherweise dienten sie dazu, um sich aus der vermuteten Schlafposition (auf dem Bauch liegend) wieder aufrichten zu können. Andere Theorien sehen ihre Funktion hingegen im Festhalten des Partners bei der Paarung.
Die HintergliedmaĂen waren stets lĂ€nger als die VordergliedmaĂen. Meist war der Unterschenkel lĂ€nger als der Oberschenkel (insbesondere bei den Troodontidae und den Ornithomimosauria), was vermuten lĂ€sst, dass diese Tiere hohe Geschwindigkeiten erzielen konnten. Der FuĂ war durch einen kompakten, schmalen und ĂŒblicherweise verlĂ€ngerten MittelfuĂ (Metatarsus) gekennzeichnet â mit dem die Ornithodira (Dinosaurier und Flugsaurier) kennzeichnenden mesotarsalen Sprunggelenk. Die Zehen II, III und IV waren symmetrisch nach vorne gerichtet und besaĂen eine charakteristische Anzahl von Zehengliedern (Phalangenformel 3, 4, 5). Diese Zehen waren die Laufzehen, denn die innere, erste Zehe war nur kurz und berĂŒhrte den Boden nicht und die Ă€uĂere, fĂŒnfte Zehe war auf ein kleines Knöchelchen reduziert. Der typische TheropodenfuĂ war demnach funktional tridactyl. Bei den modernen Vögeln weist die erste Zehe meist nach hinten (Anisodactylie), in dieser Gruppe haben sich aber auch andere Zehenanordnungen entwickelt.
Die Zehen endeten in scharfen Klauen oder Krallen aus Horn, die auf spitz zulaufenden, gebogenen Knochenzapfen saĂen. Eine Besonderheit entwickelte sich innerhalb der Deinonychosauria. Hier war die zweite Zehe mit einer besonders groĂen und scharfen Kralle ausgestattet und wies zusĂ€tzlich ein spezielles Gelenk auf. Dieses ermöglichte das Hochheben der Zehe bei der Fortbewegung (funktionale Didactylie), um Abnutzung zu vermeiden, und eine hohe Beweglichkeit bei der Jagd. Den ebenfalls bipeden und dreizehigen Ornithopoda aus der Gruppe der Vogelbeckendinosaurier fehlen die langen Krallen, was fĂŒr die Zuordnung fossiler FuĂabdrĂŒcke bedeutsam ist.
Integument und Thermoregulation
Die wohl drastischste Ănderung in den Theorien zum Aussehen der Theropoda betraf das Integument, also die Haut. Bei Sinosauropteryx wurden 1996 erstmals bei einem Nicht-Vogel-Theropoden Anzeichen eines FederÂkleides entdeckt, in den nachfolgenden Jahren wurden weitere gefiederte Dinosaurier beschrieben, sodass heute bei rund 15 Vertretern Anzeichen eines Gefieders bekannt sind. Dabei sind unterschiedliche Federarten â von einfachen, haarĂ€hnlichen Strukturen bis zu Konturfedern â bekannt. Federn fossilieren als weiche Struktur nur selten; diese Funde sind bislang auf wenige FundstĂ€tten beschrĂ€nkt.
Die meisten gefiederten Theropoden lassen in ihrem Körperbau keinerlei Anzeichen fĂŒr eine Anpassung an den Flug erkennen, sodass das Gefieder ursprĂŒnglich wahrscheinlich der Thermoregulation diente. Denkbar ist aber auch, dass das Federkleid spĂ€ter auch andere Funktionen ĂŒbernahm, beispielsweise Sichtschutz- oder Signalwirkung bei der Kommunikation mit Artgenossen.
GemÀà den Theorien von Richard Prum und Alan Brush haben die Federn fĂŒnf Entwicklungsstufen durchschrittencite-ref-4[4] (siehe auch Evolution der Feder):
⹠Im ersten Schritt bildeten sich einfache, zylinderförmige, haarÀhnliche HohlstÀbe.
âą In einem zweiten Schritt entstanden BĂŒschel von verlĂ€ngerten FĂ€den, die auf einer gemeinsamen Federspule (Calamus) saĂen. Diese BĂŒschelfedern Ă€hnelten den Daunen der heutigen Vögel, wiesen aber noch keine NebenĂ€ste auf.
âą Beim dritten Schritt kam es zur Entwicklung zweier Federtypen. Zum einen sind dies die frĂŒhesten Konturfedern mit auf dem Federschaft aufsitzenden FederĂ€sten â allerdings noch ohne die Verzahnung. Zum anderen entstanden auch die mit Nebenstrahlen versehenen BĂŒschelfedern, die sich heute noch in Form der Daunen finden.
⹠Der vierte Schritt bestand in der Entwicklung einer Deckfeder mit ineinander verzahnten Bogen- und Hakenstrahlen. Diese Àhnelte der Konturfeder der heutigen Vögel, war aber im Gegensatz zu dieser noch symmetrisch.
âą In einem fĂŒnften Schritt entwickelte sich schlieĂlich die bei den heutigen Vögeln vorkommende asymmetrische Feder mit einer AuĂen- und einer Innenfahne.
Weitere Untersuchungen haben zu vermuteten Ăbereinstimmungen zwischen der Entwicklung der Feder und der allgemeinen Entwicklung der Theropoden (siehe Kladogramm im Abschnitt Innere Systematik und Entwicklungsgeschichte) gefĂŒhrt. Die Coelurosauria dĂŒrften dementsprechend mit einem Federkleid ausgestattet gewesen sein, das deckt sich damit, dass bei Sinosauropteryx (der als Compsognathidae und damit als basaler Coelurosaurier klassifiziert wird) einfache Federn vom Typ 1 oder 2 vorhanden waren. Auch bei Dilong, einem urtĂŒmlichen Vertreter der Tyrannosauroidea, fand man Anzeichen dieser einfachen Federn. Bei dem Therizinosaurier Beipiaosaurus wurden Federn des Typs 2 oder 3, bei dem Oviraptorosaurier Caudipteryx jene der Stufe 4 entdeckt. Bei den Deinonychosauria wurden bei Microraptor bereits Anzeichen der asymmetrischen Federn des Typs 5 entdeckt, die auch beim frĂŒhesten Vogel Archaeopteryx entdeckt wurden.
Die Frage, ob die Dinosaurier generell warmblĂŒtig oder wechselwarm waren, ist noch nicht endgĂŒltig geklĂ€rt (siehe dazu WarmblĂŒtigkeit der Dinosaurier). Seit der Entdeckung der gefiederten Dinosaurier geht man davon aus, dass zumindest bei den gefiederten Coelurosauria eine Art der inneren Temperaturregelung vorhanden war und dass bei den Theropoden mit höher entwickeltem Gefieder die Thermoregulation annĂ€hernd ebenso effektiv wie die der Vögel war. Andere Theropoden könnten nach Meinung mancher PalĂ€ontologen eine andere Methode zur Thermoregulation entwickelt haben: die verlĂ€ngerten WirbelfortsĂ€tze mancher Theropoden wie Spinosaurus und Acrocanthosaurus könnten ein RĂŒckensegel gestĂŒtzt haben, das diesem Zweck diente. Diese Sichtweisen sind jedoch umstritten.
Nach Meinung einiger Forscher könnten aber die gröĂten Coelurosauria wie Tyrannosaurus keine Federn gehabt haben.cite-ref-5[5] Bei groĂen Tieren ist das VerhĂ€ltnis der OberflĂ€che zum Volumen kleiner als bei kleineren. Da ĂŒber die HautoberflĂ€che die WĂ€rme entweicht, droht gröĂeren Tieren eher die Gefahr der Ăberhitzung, da ein Gefieder die WĂ€rmeabgabe behindert. (Aus den gleichen GrĂŒnden sind auch die gröĂten SĂ€ugetiere wie Elefanten und Nashörner nahezu haarlos.) In dieses Schema passt auch, dass es innerhalb der (gefiederten) Coelurosauria mit Ausnahme der Tyrannosauridae keine Riesenformen mehr gab.
Wie die Haut der Nicht-Coelurosauria innerhalb der Theropoden aussah, ist nicht genau bekannt. Bei einem Vertreter, Carnotaurus aus der Gruppe der Abelisauroidea, wurden Anzeichen einer schuppigen Haut entdeckt.
PalÀobiologie
Verbreitung und Lebensraum
Die Theropoden waren weltweit verbreitet, Fossilfunde sind aus allen Kontinenten bekannt â mit Cryolophosaurus auch aus der Antarktis. Die frĂŒhe weltweite Verbreitung hĂ€ngt damit zusammen, dass zur Zeit der Entwicklung der Theropoden alle Erdteile noch im GroĂkontinent Pangaea verbunden waren. Seit dem Auseinanderbrechen dieses Kontinents entwickelten sich auf den einzelnen Landmassen teilweise unterschiedliche Theropodenfaunen. So sind die Abelisauroidea fast ausschlieĂlich aus dem ehemaligen SĂŒdkontinent Gondwana bekannt, andere Gruppen wie die Tyrannosauroidea hingegen nur aus dem Nordkontinent Laurasia. Da Fossilfunde auf der SĂŒdhalbkugel generell seltener sind, lassen sich fĂŒr viele Theropodentaxa keine genauen Angaben zum Verbreitungsgebiet machen.
Auch bei den Ablagerungsorten der Theropoden herrscht eine enorme Bandbreite. Neben Flussbetten, Ăberschwemmungsgebieten und der Umgebung von Seen wurden Funde auch an Orten gemacht, die auf einen trockenen, wĂŒstenhaften Lebensraum schlieĂen lassen. Eine HabitatsprĂ€ferenz der Theropoden als Gesamtgruppe ist â sofern ĂŒberhaupt vorhanden â nicht bekannt.
Sozialverhalten
Spekulationen ĂŒber das Sozialverhalten der Theropoda sind, wie bei allen nur durch Fossilfunde bekannten Tieren, schwierig. Selbst Funde von Ăberresten mehrerer Tiere an einem Ort mĂŒssen nicht auf ein Gruppenleben hindeuten, sondern können auch ablagerungstechnisch bedingt sein. Die meisten Funde stammen von Einzeltieren. Es gibt jedoch zwei Vertreter, bei denen Massenansammlungen von hunderten Tieren entdeckt wurden: Coelophysis in Ghost Ranch (New Mexico) und Allosaurus im Cleveland-Lloyd-Steinbruch (Utah). Die Interpretation dieser Massenfunde ist umstritten, neben einer Deutung als Hinweis auf ein Jagen in Gruppen werden auch die Möglichkeiten erwogen, dass es sich um versiegende Wasserquellen handelte, an denen sich viele Tiere versammelt haben und schlieĂlich verdurstet sind; oder dass es sich um eine Falle in irgendeiner Form handelte, die die Tiere anlockte und aus der sie sich nicht mehr befreien konnten. Auch Funde von mehreren Deinonychus, unter anderem in Zusammenhang mit dem möglichen Beutetier Tenontosaurus, wurden als Hinweis auf ein Jagen in Gruppen betrachtet.cite-ref-6[6]
Die oben erwĂ€hnten KĂ€mme und AuswĂŒchse an der Oberseite des SchĂ€dels spielten vermutlich eine Rolle bei der Interaktion mit Artgenossen. WĂ€hrend die fragilen KĂ€mme vieler Tiere wohl keinem anderen Zweck, als der Zurschaustellung dienten, ist es denkbar, dass die robusteren Hörner fĂŒr direkte kĂ€mpferische Auseinandersetzungen verwendet wurden. Ob es dabei um das Paarungsvorrecht, die Etablierung einer Gruppenhierarchie oder andere Zwecke ging, muss Spekulation bleiben.
Bei einigen Theropoda sind Anzeichen von Geschlechtsdimorphismus erkennbar. So gibt es etwa bei manchen Coelophysoidea zwei Formen, eine mit langem Kopf und Hals und krĂ€ftigeren GliedmaĂen und eine andere Form mit kurzem Kopf und schlankeren GliedmaĂen. Dabei könnte es sich um einen leicht unterschiedlichen Körperbau bei MĂ€nnchen und Weibchen handeln. Auch bei Tyrannosaurus könnte es Ă€hnliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gegeben haben. Die robustere Form wird aufgrund des breiteren Beckens als Weibchen identifiziert.cite-ref-7[7]
Fortbewegung
Wie eingangs erwĂ€hnt, bewegten sich die Theropoda ausschlieĂlich mit den HintergliedmaĂen fort. Dabei berĂŒhrten nur die Zehen den Boden, sie waren also ZehengĂ€nger (digitigrad). Aus Ichnofossilien (fossilen FuĂspuren) ergibt sich, dass die Hinterbeine unter dem Körper gehalten wurden. Die Schrittbreite war sehr schmal, oft wurde ein FuĂ vor den anderen gesetzt. Die Beine waren nur in einer Ebene (vorwĂ€rts-rĂŒckwĂ€rts) bewegbar. Aufgrund des Baus der Gelenke war es den Theropoda nicht möglich, die GliedmaĂen nach auĂen zu drehen, wie es etwa SĂ€ugetiere können.
Es gibt verschiedene Versuche, anhand des Skelettbaus und Ichnofossilien die Geschwindigkeiten von Dinosauriern zu berechnen, etwa von Robert McNeill Alexandercite-ref-8[8] und R. A. Thulborn.cite-ref-9[9] Nach diesen Berechnungen könnten die kleineren Theropoden bis zu 40 km/h erreicht haben, die Ornithomimosauria sogar bis zu 60 km/h. FĂŒr gröĂere Theropoda werden geringere Geschwindigkeiten vermutet, doch sind diese Berechnungen umstritten.
Bei manchen Deinonychosauria wie Microraptor ist es denkbar, dass sie auch auf BĂ€ume klettern und GleitflĂŒge unternehmen konnten.
GehirngröĂe
Die Theropoda sind die Dinosaurier mit den vergleichsweise gröĂten Gehirnen. Zur Berechnung der GehirngröĂe wurde von J. A. Hopson der Enzephalisationsquotient (EQ) entwickelt.cite-ref-10[10] Dies ist eine Berechnungsmethode, die mit der GröĂe der SchĂ€delhöhle und allometrischen Faktoren â gröĂere Lebewesen haben vergleichsweise kleinere Gehirne als kleinere â arbeitet. Als Vergleichswert dienen dazu die Krokodile, deren EQ = 1 festgelegt wird. Alle Theropoden haben einen EQ > 1 (Zum Vergleich: Unter den Dinosauriern weisen sonst nur manche Vertreter der Ornithopoda einen EQ > 1 auf, alle anderen Dinosaurier liegen darunter. Den kleinsten EQ haben Sauropodomorpha, gefolgt von Ankylosauria und Stegosauria). Innerhalb der Theropoda haben die Dromaeosauridae den höchsten EQ mit 5,8, einen Wert, der mit StrauĂen vergleichbar ist.cite-ref-11[11]
ErnÀhrung
Als einzige Gruppe der Dinosaurier (mit der möglichen Ausnahme einiger urtĂŒmlicher Vertreter, siehe unten) ernĂ€hrten sich die Theropoda mehrheitlich von Fleisch. Aufgrund der groĂen Bandbreite in Körperbau und GröĂe haben sie zweifelsohne unterschiedliche ErnĂ€hrungsstrategien entwickelt. Vereinzelte Fossilfunde wie Bissspuren oder Koprolithen lassen manchmal RĂŒckschlĂŒsse auf die ErnĂ€hrungsweise zu, in vielen FĂ€llen bleibt die Art des Beuteerwerbs und die Frage nach möglichen Beutetieren jedoch spekulativ. D. Fastovsky und J. B. Smith haben fĂŒnf Morphotypen fleischfressender Theropoden herausgearbeitet.cite-ref-12[12] Dabei handelt es sich um keine verwandtschaftliche Klassifikation, weswegen die Typen auch nicht mit Namen versehen werden.
âą Der Morphotyp 1 umfasst die extrem groĂen Vertreter mit ĂŒber 10 Metern LĂ€nge. Bei diesem Typ herrscht eine Tendenz zu einem groĂen SchĂ€del, kurzen VordergliedmaĂen und verringerter Fingeranzahl, bekannte Beispiele aus dieser Gruppe sind Tyrannosaurus, Tarbosaurus, Carcharodontosaurus und Giganotosaurus. Dieser Typ umfasst die nach heutigem Kenntnisstand gröĂten landbewohnenden Fleischfresser aller Zeiten, es gibt keine modernen Analogien zu diesen Tieren. Ihre ErnĂ€hrungsweise ist vielfach umstritten, bei manchen Vertretern, insbesondere den Tyrannosauridae, wird diskutiert, ob sie Aasfresser waren oder ihre Beute selbst erlegten. Anhaltspunkte, die fĂŒr eine aasfressende ErnĂ€hrung sprechen könnten, sind unter anderem die breiten ZĂ€hne, die zum Zermalmen von Knochen geeignet waren, und der Bau der GliedmaĂen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Theropoda waren Ober- und Unterschenkel annĂ€hernd gleich lang, was eher fĂŒr eine langsame Fortbewegung spricht.
âą Der Morphotyp 2 umfasst die mittelgroĂen, rund 3 bis 8 Meter langen Theropoden. Sie hatten ebenfalls einen eher groĂer SchĂ€del, verglichen mit dem Typ 1 waren die HintergliedmaĂen schlanker und die Unterschenkel deutlich lĂ€nger als die Oberschenkel. Auch waren die HĂ€nde oft gut entwickelt. Als Beispiele fĂŒr diesen Typ werden Allosaurus, Albertosaurus, Dilophosaurus, Ceratosaurus und Carnotaurus genannt. Die Vertreter dieses Typs waren ziemlich sicher aktive JĂ€ger, MutmaĂungen gehen in Richtung groĂer Beutetiere, zum Beispiel Sauropoda.
âą Der Morphotyp 3 umfasst eher kleine Theropoden (mit 2 bis 6 Metern LĂ€nge). Der SchĂ€del war groĂ, die Augen nach vorn gerichtet. Sie hatten lange Arme und groĂe HĂ€nde mit drei Greiffingern, der Körperbau war schlank und der Schwanz auffallend versteift. An der spezialisierten zweiten Zehe trugen sie eine scharfe, bewegliche Kralle. Beispiele sind Deinonychus, Troodon, Velociraptor oder Utahraptor. Laut John H. Ostrom handelt es sich dabei um âultimate killing machinesâ.cite-ref-13[13] Bei diesen Tieren dĂŒrfte es sich um schnelle LĂ€ufer und agile, geschickte JĂ€ger gehandelt haben, möglicherweise sind sie auch in Gruppen auf Beutefang gegangen. FĂŒr diesen Typ gibt es konkrete Hinweise auf die Beutetiere, darunter die berĂŒhmten âkĂ€mpfenden Dinosaurierâ (Ein Protoceratops wird von einem Velociraptor angegriffen, beide Tiere starben im Kampf, möglicherweise durch einen Sandsturm.)
âą Der Morphotyp 4 umfasst ebenfalls eher kleine, 2 bis 6 Meter lange Tiere. Sie hatten wie der Typ 3 einen schlanken Körperbau und lange Arme mit groĂen HĂ€nden, unterschieden sich aber durch einen kleineren SchĂ€del und vergleichsweise kurze HintergliedmaĂen. Vertreter dieses Typs sind unter anderem Coelophysis, Compsognathus oder Megapnosaurus. Die Tiere vom Typ 4 waren ebenfalls aktive JĂ€ger, die sich vermutlich von Kleintieren wie Echsen, Therapsiden (inkl. SĂ€ugetieren) oder Insekten ernĂ€hrt haben. Konkrete Hinweise liefern die Ăberreste einer Echse, die in der Bauchhöhle eines Compsognathus gefunden wurde, sowie die Fossilien von Kleintieren im Bauch von Coelophysis, die lange Zeit fĂ€lschlicherweise fĂŒr dessen Jungtiere gehalten wurden.
âą Die Tiere des Morphotyps 5 sind ebenfalls eher klein (2 bis 6 Meter). Ihr auffĂ€lligstes Merkmal ist der zahnlose, leicht gebaute SchĂ€del. Ihr Körper war schlank gebaut, die Arme waren lang und die groĂen HĂ€nde trugen drei Greiffinger. In diese Gruppe gehören die Oviraptorosauria. Der Körperbau deutet eindeutig auf aktive JĂ€ger hin (sie Ă€hneln bis auf die Zahnlosigkeit und die fehlende Zehenkralle dem Typ 3), aber wovon sich diese Tiere ernĂ€hrt haben, ist ungewiss. FĂŒr die ursprĂŒngliche Hypothese, sie hĂ€tten sich von Eiern ernĂ€hrt, ist der Schnabel wenig geeignet. Andere Theorien interpretieren den Schnabel als Werkzeug zum Knacken von Muscheln, dies ist aber umstritten, da bei vielen Fossilfundorten kein Hinweis auf Wasser gefunden wurde. Letztlich bleibt die ErnĂ€hrung dieser Tiere unklar, Vermutungen gehen in Richtung Eidechsen, SĂ€uger und andere Kleintiere.
Einen Sonderfall innerhalb der fleischfressenden Theropoda stellen die Spinosauridae dar. Ihre ZĂ€hne sind kegelförmig, wobei die vordersten ZĂ€hne stark vergröĂert sind. Aufgrund von Ăhnlichkeiten mit Krokodilen wird angenommen, dass diese Tiere teils groĂe Fische fraĂen. TatsĂ€chlich wurden bei Baryonyx in der Bauchhöhle Fischschuppen und Reste eines jungen Iguanodon gefunden, was auf eine gemischte ErnĂ€hrung aus Fischen und Landtieren schlieĂen lĂ€sst.
Zwar war die groĂe Mehrzahl der Theropoden Fleischfresser, es haben sich jedoch auch zwei Gruppen entwickelt, bei denen im Gegensatz zu den ĂŒbrigen eine pflanzliche (herbivore) ErnĂ€hrung vermutet wird:
âą Die Ornithomimosauria waren bis auf einige basale Vertreter zahnlos, ihr Maul endete in einem vogelĂ€hnlichen Schnabel. Ihr Körperbau war schlank und auf hohe Geschwindigkeiten ausgerichtet, die VordergliedmaĂen schwĂ€chlich, aber möglicherweise zum Herbeiziehen von Ăsten geeignet. Bei ihnen wurden Gastrolithen (Magensteine) gefunden. Vermutungen ĂŒber die ErnĂ€hrung dieser Tiere gehen in Richtung Pflanzenfresser oder Allesfresser, Ă€hnlich den heutigen StrauĂen, mit denen sie gerne verglichen werden. Manche Forscher haben allerdings auch Hinweise auf eine kammförmige Struktur im Schnabel entdeckt, was ein Anzeichen fĂŒr eine filtrierende Nahrungsaufnahme sein könnte. Das wĂŒrde damit ĂŒbereinstimmen, dass die Mehrzahl der Ornithomimosauria nahe bei SĂŒĂwasserhabitaten gefunden wurden. Allerdings sind diese Funde umstritten.
âą Die zweite pflanzenfressende Theropodengruppe waren die Therizinosauria. Sie wiesen kleine, spatelförmige ZĂ€hne auf, die HĂ€nde waren auffallend groĂ und trugen lange Krallen. Das Becken war nach kaudal (hinten) gedreht, wodurch der Rumpf vergröĂert wurde, was mehr Platz fĂŒr einen langen Verdauungstrakt schuf. Ihre mutmaĂliche Lebensweise wird manchmal mit Riesenfaultieren verglichen. Vermutlich haben sie mit den langen Krallen Ăste herbeigezogen, um an die Nahrung zu gelangen.
Fortpflanzung und Entwicklung
Wie vermutlich alle Dinosaurier und auch die heutigen Vögel waren die Theropoden eierlegend. Mehrere Skelette von Vertretern der Oviraptorosauria wurden ĂŒber Gelegen entdeckt. FrĂŒher hielt man die Tiere fĂŒr Eierfresser, daher auch der Name, der âEierdiebâ bedeutet, heute interpretiert man die Funde dahingehend, dass die Eltern die Eier bebrĂŒtet haben. Die Nester bestanden aus bis zu 22 Eiern, das adulte Tier war ĂŒber der Nestmitte positioniert und hielt die Arme um das Nest herum. Es wurden auch andere fossile Nester gefunden, die allerdings keiner bestimmten Gruppe zugeordnet werden können.
Die Entwicklung der Theropoda ist durch ein vermutlich relativ schnelles Wachstum charakterisiert, wobei die GröĂe vom SchlĂŒpfling zum adulten Tier um das 10- bis 15-fache zunahm. Auch in ihrem Körperbau unterschieden sich die Jungtiere; so hatten sie andere SchĂ€delproportionen mit kleineren Kiefern, einen kĂŒrzeren Nacken und lĂ€ngere Hinterbeine. Funde von Jungtieren sind aber nur von wenigen Vertretern bekannt, etwa von den Coelophysoidea Megapnosaurus und Coelophysis oder von Tyrannosaurus, sodass viele Angaben ĂŒber die Entwicklung sehr vage bleiben mĂŒssen.
Systematik
ĂuĂere Systematik
Die Theropoda wurden mit einer stammlinienbasierten Definition (stem-based definition) beschrieben als âalle Taxa, die nĂ€her mit Passer domesticus [=Haussperling] als mit Cetiosaurus oxoniensis [ein Sauropode] verwandt sindâ.cite-ref-14[14] Sie werden innerhalb der Dinosaurier traditionell in die Gruppe der Echsenbeckensaurier (Saurischia) eingeordnet, die daneben noch die Sauropodomorpha umfasst. Diese Abstammung lĂ€sst sich in folgendem Kladogramm wiedergeben:
Es gibt einige urtĂŒmliche Dinosaurier wie beispielsweise Eoraptor und die Herrerasauridae (mit Herrerasaurus und Staurikosaurus), deren systematische Einordnung umstritten ist. FĂŒr diese frĂŒhen Vertreter aus der frĂŒhen Obertrias gibt es Untersuchungen mit unterschiedlichen Ergebnissen, so gelten sie manchmal als auĂerhalb der Dinosaurier stehend, manchmal als basale Vertreter der Theropoden und manchmal als basale Vertreter der Echsenbeckensaurier. Eine phylogenetische Untersuchung von Max C. Langercite-ref-15[15] ordnet diese umstrittenen Arten in die Echsenbeckensaurier ein, sieht die Theropoda aber als nĂ€her mit den Sauropodomorpha als mit ihnen verwandt, weswegen sie als basale Echsenbeckensaurier (und nicht als Theropoden) klassifiziert werden. Aufgrund des unvollstĂ€ndigen Materials herrscht ĂŒber diese systematische Frage aber keine Einigkeit.cite-ref-16[16]
2017 wurde eine grundlegend neue phylogenetische Systematik der Dinosaurier vorgeschlagen. Nach dieser Hypothese werden die Theropoda nicht mehr den Saurischia zugerechnet, sondern bilden gemeinsam mit den Vogelbeckensauriern die Ornithoscelida, die Schwestergruppe der Echsenbeckensaurier:cite-ref-17[17]
Innere Systematik und Entwicklungsgeschichte
Wenn die oben erwĂ€hnten umstrittenen Vertreter zu den Theropoden gerechnet werden, wie von Sereno et al.cite-ref-18[18] vorgeschlagen, dann gelten die ĂŒbrigen Theropoden als Schwestergruppe dieser Vertreter und werden als Neotheropoda zusammengefasst.
Abgesehen davon lassen sich die Theropoda gut in zwei Gruppen einteilen, die Ceratosauria und die Tetanurae. Die Ceratosauria stellen dabei eine frĂŒhe Abspaltung dar, hier werden wiederum zwei Taxa unterschieden. Das sind zum einen die Coelophysoidea, eine Gruppe kleinerer Dinosaurier, die in der Obertrias und im Unterjura verbreitet war und abgesehen von den umstrittenen Gruppen die Ă€ltesten Theropoden sind. Das zweite Taxon der Ceratosauria sind die Neoceratosauria. Diese umfassen neben frĂŒhen Vertretern wie Ceratosaurus auch die Abelisauroidea, die in der Kreidezeit zu den dominanten RĂ€ubern auf den sĂŒdlichen, aus dem GroĂkontinent Gondwana hervorgegangenen Kontinenten zĂ€hlten. Die Systematik innerhalb der Ceratosauria ist aber nicht unumstritten, ebenso ist unklar, ob sie monophyletisch sind.
Die Tetanurae (âSteifschwĂ€nzeâ, aufgrund der durch KnochenstĂ€be verbunden und damit versteiften Schwanzwirbel) sind eine gut belegte, wahrscheinlich monophyletische Gruppe, die erstmals im frĂŒhen Jura erschien. Abgesehen von einigen basalen Vertretern sind innerhalb der Tetanurae zwei Entwicklungslinien zu erkennen, die Spinosauroidea und die Avetheropoda. Die Spinosauroidea (oder Megalosauroidea), deren Zusammengehörigkeit erst 1998 erkannt wurde, teilen sich in die Megalosauridae â ein Taxon mittelgroĂer Theropoda aus dem Jura, zu denen unter anderem Megalosaurus und Eustreptospondylus gerechnet werden â und in die Spinosauridae, eine aus der Kreidezeit belegte Gruppe mit krokodilartig verlĂ€ngertem Kopf, deren Vertreter sich möglicherweise zum Teil von Fischen ernĂ€hrten.
Die Avetheropoda oder Neotetanurae sind durch ein zusĂ€tzliches Fenster im Oberkiefer und durch andere Merkmale im SchĂ€del, dem Becken und den Schwanzwirbeln gekennzeichnet. Sie werden in zwei Untertaxa eingeteilt, die Carnosauria und die Coelurosauria. Diese beiden Bezeichnungen wurden frĂŒher fĂŒr die Grobeinteilung der Theropoda in gröĂere und kleinere Vertreter verwendet, in modernen Systematiken bezeichnen sie eingeschrĂ€nkte, genauer definierte Taxa. Die Carnosauria sind relativ groĂe Theropoda und unter anderem durch vergröĂerte Nasenlöcher charakterisiert, sie umfassen drei gröĂere Gruppen. Dies sind die Sinraptoridae, die vorwiegend aus dem spĂ€ten Jura aus Asien bezeugt sind, die Allosauridae, unter anderem mit dem bekannten Allosaurus, und die Carcharodontosauridae, zu denen mit Carcharodontosaurus und Giganotosaurus einige der gröĂten bekannten Theropoden gerechnet werden.
Die Coelurosauria sind das Taxon, bei dem laut Fossilbefund die Entwicklung der Federn einsetzte. Innerhalb dieser Gruppe stellen möglicherweise die Compsognathidae, eine Gruppe sehr kleiner Tiere aus dem Oberjura und der Unterkreide, die Schwestergruppe der ĂŒbrigen Vertreter dar. Neben einigen basalen Vertretern wie Ornitholestes umfassen die Coelurosauria noch die Tyrannosauroidea, die Ornithomimosauria und die Maniraptora. Die Tyrannosauroidea, deren bekanntester Vertreter Tyrannosaurus ist, waren zum Teil sehr groĂe Theropoden, bei denen die spĂ€teren Vertreter durch einen massiven Kopf und kurze VordergliedmaĂen gekennzeichnet waren. Die Ornithomimosauria bildeten ein Taxon laufvogelĂ€hnlicher, vermutlich pflanzen- oder allesfressender Dinosaurier.
Die Maniraptora sind durch die meist stark verlĂ€ngerten VordergliedmaĂen und HĂ€nde gekennzeichnet. Zu ihnen werden unter anderem die Oviraptorosauria, die Therizinosauria, die Deinonychosauria und die Vögel (Aves oder Avialae) gerechnet. Die Oviraptorosauria bilden ein Taxon meist zahnloser Dinosaurier, die Therizinosauria oder Segnosauria wiesen stark verlĂ€ngerte Krallen an den VordergliedmaĂen auf und fraĂen vermutlich Pflanzen. Die Deinonychosauria waren eher kleinere, rĂ€uberisch lebende Tiere, die durch eine groĂe Kralle an der zweiten Zehe charakterisiert waren und zu denen unter anderem Velociraptor und Deinonychus gezĂ€hlt werden. Auch die Vögel gehören nach phylogenetischen Gesichtspunkten zu den Maniraptora. Umstritten innerhalb der Maniraptora ist die Position der Alvarezsauridae, die vogelĂ€hnliche mit urtĂŒmlichen Merkmalen vereinen, aber aufgrund ihrer spezialisierten, stark verkĂŒrzten Arme nicht leicht zu klassifizieren sind.
Die Klassifikation der Theropoda ist weder abgeschlossen noch unumstritten. Viele Gruppen sind nur durch schwache Ăbereinstimmungen belegt, und neue Funde können neue Erkenntnisse liefern, die eine Neuordnung erfordern. Verschiedene Forscher vertreten teils stark voneinander abweichende Meinungen und Klassifikationssysteme. Ein mögliches Kladogramm der Theropoden sieht folgendermaĂen aus:cite-ref-19[19]
Die Ă€ltesten unzweifelhaften Theropoda â die Coelophysoidea â erschienen in der Obertrias im Norium (vor etwa 228 Millionen Jahren). Ab diesem Zeitpunkt sind die Theropoden nahezu aus dem gesamten Mesozoikum bekannt, die Nicht-Vogel-Theropoden sind beim Massenaussterben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit ausgestorben. (FĂŒr die Diskussionen der GrĂŒnde fĂŒr dieses Aussterben siehe Kreide-TertiĂ€r-Grenze und Das Aussterben der Dinosaurier.)
Die Entwicklung der Vögel
Die groĂe Mehrzahl der Forscher geht davon aus, dass Vögel im kladistischen Sinn Theropoda und damit Dinosaurier sind. Das bedeutet, dass einige Theropoden wie die Deinonychosauria nĂ€her mit den Vögeln als mit den ĂŒbrigen Vertretern dieser Gruppe verwandt sind und dass die Theropoda ohne die Vögel eine paraphyletische Gruppe sind, das heiĂt nicht alle Nachkommen eines gemeinsamen Vorfahren umfassen. Viele Merkmale, die innerhalb der rezenten Tiere nur bei Vögeln vorkommen (beispielsweise Federn, das Gabelbein oder hohle, pneumatisierte Knochen), finden sich auch bei einigen oder sogar allen Theropoda. Im Lauf ihrer Entwicklung haben sich die Vögel in einigen Merkmalen â vor allem in Verbindung mit der FlugfĂ€higkeit â deutlich weiterentwickelt, beispielsweise in dem mit einem Brustbeinkiel versehenen Brustbein oder in der Verschmelzung der Mittelhandknochen zum Carpometacarpus. Es sind â vor allem aus der Kreidezeit â zahlreiche Mosaikformen bekannt, die diese graduelle Entwicklung deutlich werden lassen, beispielsweise der âUrvogelâ Archaeopteryx, Confuciusornis, die Enantiornithes und einige andere. Auch einige Taxa wie die Oviraptorosauria oder die Alvarezsauridae, die ĂŒblicherweise zu den Nicht-Vogel-Theropoden gezĂ€hlt werden, werden in manchen Systematiken in die Vögel eingegliedert.
Eine Minderheit von Forschern, darunter der PalĂ€oornithologe Alan Feduccia, vertritt die Meinung, die Vögel hĂ€tten sich nicht aus den Theropoden, sondern aus einer basalen Gruppe der Archosauria entwickelt und manche vogelĂ€hnlichen Theropoden seien keine Theropoden, sondern flugunfĂ€hige, an eine laufende Fortbewegung angepasste Vögel. Aufgrund der zahlreichen anatomischen Ăbereinstimmungen geht jedoch die Mehrheit der Wissenschaftler von einer Theropoden-Abstammung aus.
Theropoda und Menschen
Entdeckungs- und Forschungsgeschichte
Ein Teil eines Oberschenkelknochens â vermutlich von Megalosaurus â wurde bereits im Jahr 1677 gefunden, von Robert Plot untersucht und fĂŒr den Knochen eines Riesen gehalten. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden weitere Ăberreste dieser Gattung, darunter ein Kieferfragment mit ZĂ€hnen, gefunden, und 1824 von William Buckland als Megalosaurus wissenschaftlich erstbeschrieben. 1842 prĂ€gte Richard Owen den Begriff Dinosauria fĂŒr diese und zwei weitere Gattungen.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mit Troodon in Nordamerika und Compsognathus (und Archaeopteryx) in Solnhofen (Deutschland) die nĂ€chsten Theropoden entdeckt. Die âBone Warsâ, eine Auseinandersetzung zwischen den PalĂ€ontologen Edward Drinker Cope und Othniel Charles Marsh Ende des 19. Jahrhunderts, brachten weitere Vertreter dieser Gruppe ans Tageslicht, so beschrieb Cope Coelophysis und Marsh Allosaurus, Coelurus und Ceratosaurus. 1881 prĂ€gte Marsh den Begriff Theropoda (âTierfĂŒĂlerâ), zunĂ€chst fĂŒr alle bekannten Dinosaurier aus der Trias und die fleischfressenden Dinosaurier aus dem Jura und der Kreide. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden weitere Funde gemacht, darunter Tyrannosaurus und Albertosaurus in Nordamerika, Elaphrosaurus in Tendaguru (Tansania) sowie Spinosaurus und Carcharodontosaurus von Ernst Stromer von Reichenbach in Ăgypten.
In den Jahren 1914 und 1920 erschienen systematische Studien von Friedrich von Huene. Dieser teilt die Theropoda in zwei Gruppen, die kleinen âCoelurosauriaâ und die groĂen âCarnosauriaâ. Diese Systematik war bis in die 1980er-Jahre gĂŒltig, gilt jedoch heute als veraltet, die Begriffe werden aber fĂŒr anders definierte Taxa immer noch verwendet. Ebenfalls 1920 veröffentlichte Charles W. Gilmore eine erste umfassende Studie zu nordamerikanischen Theropoda.cite-ref-20[20] Die Zwischenkriegszeit sah weitere Entdeckungen von Theropoden, darunter in Nordamerika Dromaeosaurus und in Asien beispielsweise Oviraptor und Velociraptor. 1932 veröffentlichte Friedrich von Huene seine Monographie ĂŒber die Saurischia cite-ref-21[21] in der er die Taxonomie, die Verteilung und die Entwicklung der Theropoda zusammenfasst. Dieses Werk blieb bis in die 1960er-Jahre maĂgeblich.
Seit den 1960er-Jahren wurde die Vielfalt und KomplexitĂ€t der Theropoda zunehmend erkannt, viele alte Gattungen wurden neu untersucht. Die spektakulĂ€rste Entdeckung in dieser Zeit war wohl Deinonychus durch John H. Ostrom. Dessen Arbeiten sollten das bisherige Bild der Theropoden auf den Kopf stellen. Er sah in ihnen agile, flinke Tiere statt der bisher vorherrschenden Meinung, sie seien plump und langsam gewesen. Ostrom hat auch die Thesen zur WarmblĂŒtigkeit zumindest mancher Dinosaurier und zur Abstammung der Vögel neu aufgeworfen.
Auch in den 1970er- und 1980er-Jahren wurden viele neue Theropoden entdeckt, zum Beispiel Tarbosaurus, die Abelisauroidea auf den sĂŒdlichen Kontinenten oder Baryonyx. 1986 fĂŒhrte Jacques Gauthier erstmals die Kladistik in die Dinosauriersystematik ein,cite-ref-22[22] er war es auch, der die Theropoda erstmals definierte als âVögel und alle Saurischia, die nĂ€her mit Vögeln als mit Sauropodomorpha verwandt sindâ. Im Jahr 1996 wurde mit Sinosauropteryx erstmals ein gefiederter Dinosaurier beschrieben, spĂ€ter wurden auch andere wie Protarchaeopteryx, Caudipteryx, Shuvuuia, Sinornithosaurus und Microraptor entdeckt. 2012 wurde Sciurumimus erstmals beschrieben; der Holotyp, ein auĂergewöhnlich gut erhaltenes Jungtier, war 2009 oder 2010 im bayrischen Painten gefunden worden.
Neben zahlreichen neuen Funden und verbesserten Untersuchungen alter Theropoden erschienen auch weitere kladistische systematische Studien, unter anderem von Thomas R. Holtz und Kevin Padian. In jĂŒngerer Zeit sind neben anatomischen und systematischen Fragestellungen auch palĂ€oökologische Untersuchungen bedeutend geworden, welche die Lebensweise dieser Tiere und ihre Interaktion mit anderen Lebewesen erforschen. Es steht zu erwarten, dass in Zukunft durch neue Funde und Analysen weitere Informationen ĂŒber Aussehen, Lebensweise und Systematik dieser Tiere gewonnen werden können.
Theropoda in der Kultur
Seit die Dinosaurier im 19. Jahrhundert erstmals ins Licht der Ăffentlichkeit rĂŒckten, erfreuen sie sich weltweit groĂen Interesses und hoher Beliebtheit. Zu den bekanntesten und populĂ€rsten Dinosauriern zĂ€hlen viele Theropoda. Das spiegelt sich auch in ihrer Rolle in fiktiven Werken (von Arthur Conan Doyles Buch Die vergessene Welt (The Lost World, 1912) bis zu den modernen Jurassic-Park-Verfilmungen) und in populĂ€rwissenschaftlichen Werken, zum Beispiel der BBC-Serie Dinosaurier â Im Reich der Giganten (englischer Titel: Walking with dinosaurs), wider. Zu den GrĂŒnden fĂŒr die PopularitĂ€t dieser Tiere siehe auch Dinosaurier in der Kultur.
Literatur
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âą Wilfried Westheide, Reinhard Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie. Teil 2: Wirbel- oder SchĂ€deltiere. Spektrum â Akademischer Verlag, Heidelberg u. a. 2004, ISBN 3-8274-0307-3.
Weblinks
Commons
: Theropoda
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Theropoda auf palaeos.com (Memento vom 20. August 2010 im Internet Archive)
âą James O. Farlow, Stephen M. Gatesy, Thomas R. Holtz, Jr., John R. Hutchinson, John M. Robinson: Theropod Locomotion. In: American Zoologist. 2000 40(4), S. 640â663. (Volltext)
Einzelnachweise
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